Nicht auf Krisen warten: Vorausschauend Planen und die betriebliche Kommunikationsqualität optimieren

Nicht auf Krisen warten: Vorausschauend Planen und die betriebliche Kommunikationsqualität optimieren

Arbeitsminister Heil verteidigt dieser Tage seinen Homeoffice-Gesetzesentwurf, welcher dafür sorgen soll, dass – soweit dies arbeitsstrukturell möglich ist – jeder Arbeitnehmer ein Anrecht auf einen gewissen Homeoffice-Anteil innerhalb seiner Wochenarbeitszeit erhält. Interessant ist hierbei aber vor allem seine Rechtfertigung, weshalb der bereits im März angekündigte Entwurf noch immer nicht konkret vorliegt: “Die Corona-Pandemie ist ein ungeplanter gesellschaftlicher Großversuch zum Homeoffice – mit positiven und negativen Erfahrungen. Das alles werden wir berücksichtigen.” Der Entwurf soll demnach nun im Herbst vorgelegt werden, wenn genug Zeit verstrichen ist, um ebendiesen Großversuch ausreichend auszuwerten.

Dies verdeutlicht, dass eine Krisensituation immer auch die Chance (wenn nicht eher noch die Notwendigkeit) nach sich zieht, bestehende Defizite aufzudecken und zu eliminieren, um dadurch auf eine veränderte Umgebung, ein gewandeltes soziales bzw. wirtschaftliches Umfeld zu reagieren. Doch wäre es vermessen, das Change Management und verwandte Konzepte immer erst dann aus der Schublade hervorzuholen, wenn eine unmittelbare Notwendigkeit ein weiteres Untätigbleiben unmöglich werden lässt. Vielmehr berichtet die Gründerszene in ihrem aktuellen Artikel über Antizipationsstrategien, durch deren Anwendung sich die nächste wirtschaftlich bedingte Krise womöglich gänzlich vermeiden ließe oder aber diese wenigstens weitestgehend am eigenen Betrieb vorüberzieht.

Stichworte in diesem Zusammenhang sind die vielzitierte “goldene Mitte”, als auch ein vorausschauendes Planen. Es gilt, frühzeitig Konzepte zu erstellen, die im Fall der Fälle dann realistisch und kurzfristig umsetzbar sind. Stellen Sie schon vor einer Krise sicher, dass ihre Mitarbeiter örtlich flexibel und autonom (d.h. digital vernetzt) arbeiten können. Erstellen Sie ein Krisenmanagement, dass auch auf räumlicher Distanz die Unternehmenskommunikation nicht außen vor lässt und so das Team weiter zusammenhalten kann und legen Sie klar fest, wer für die Umsetzung dieser neuen Konzepte letztlich verantwortlich sein wird.
All dies vermeidet Unsicherheit und potenzielle krisenbedingte Kurzschlussreaktionen – agieren Sie dabei so flexibel wie möglich, ohne jedoch blindlings bestehende und funktionierende Konzepte zwangsläufig ersetzen zu wollen. Vielmehr gilt es, das Bestehende zu optimieren und sukzessive zu erneuern – ein immerwährender Prozess, bei dem wir Ihnen gerne beratend zur Seite stehen.

Quellen:
www.golem.de/news/homeoffice-gesetz-heil-will-entgrenzung-der-arbeit-verhindern
www.gruenderszene.de/kommunikation-in-krisen-salesforce-2020