BMWi: Energieforschungsetat um rd. 100 Mio. € gekürzt

BMWi: Energieforschungsetat um rd. 100 Mio. € gekürzt

Der Energieforschung muss in den nächsten Jahren mit rund 100 Millionen Euro weniger auskommen: Die Verpflichtungsermächtigungen – “das ist die bindende Reservierung von Haushaltsgeldern“, so die taz – werden demnach bis 2026 von 636 auf 537 Millionen Euro gekürzt. Viele laufende Projekte sollen zwar unter neuer Etat-Zugehörigkeit fortgeführt werden, allerdings scheint ihre weitere Planbarkeit für die kommenden Jahre gefährdet. Für Niklas Martin, Geschäftsführer des ForschungsVerbundes Erneuerbare Energien (FVEE), scheint es damit mittelfristig unumgänglich, dass „die Schwächung der Energieforschung für mittlere Technologiereifegrade zu einem Abreißen der Technologieentwicklungsketten führen“ wird.

Von der Kürzung des Energieforschungsetats könnten stattdessen nun andere zukunftsorientierte Forschungszweige profitieren: Die eingesparten Mittel “würden im BMWi überwiegend benötigt, um die neuen Förderinitiativen für künstliche Intelligenz beziehungsweise Digitalisierung zu finanzieren”, so eine Stellungnahme des entsprechenden Ministeriums.
Es scheint also noch nichts verloren: Wird eine intensivere Förderung des Bereichs der Digitalisierung der vernachlässigten Energieforschung eventuell sogar zur Hilfe eilen, etwa wenn digitale Anwendungen eher in der Lage sein werden, Energie auf eine effizientere Art und Weise einzusetzen? Die Zukunft wird zeigen, inwieweit die Entscheidungen des BMWi gerechtfertigt waren.

Quelle: taz.de/Umbau-der-staatlichen-Energieforschung/