"Großer Respekt" vor Changeprozessen: Warum die Industrie 4.0 jetzt anpacken muss

"Großer Respekt" vor Changeprozessen: Warum die Industrie 4.0 jetzt anpacken muss

Es ist nur nachvollziehbar, wenn Sie dieser Tage nicht mehr länger fast ausschließlich Nachrichten und Meldungen über die Corona-Krise lesen möchten. Doch wie bereits in den letzten Wochen angeschnitten, bietet die aktuelle Krise auch vielerlei Möglichkeiten, Märkte dauerhaft und nachhaltig zu digitalisieren, zu optimieren und damit langfristig zukunftsfähig zu machen.
Der “Smart Process Manufacturing Kongress 2020” ist dafür ein handfestes Beispiel: Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) werden sich hier am 27. und 28. Oktober über eigene Möglichkeiten und Anwendungsbereiche informieren und austauschen. Sind “virtuelle FATs und Inbetriebnahmen oder Videokonferenzen und Diagnosen per Fernwartung” in der Industrie aufgrund der aktuellen Situation auch scheinbar endgültig angekommen, so heißt es nun, den zwangsläufig aufgenommenen Digitalisierungsschwung nicht leichtfertig wieder zu verlieren, um danach erneut in alte Muster zu verfallen.

“Der Mittelstand nutz[t] die Chancen, die in der Digitalisierung stecken, zu wenig” – so Prof. Dr.-Ing. Gerrit Sames von der Technischen Hochschule Mittelhessen. Praktisch heißt dies: Videokonferenzen allein werden die Industriebranche nicht nachhaltig verändern, denn Veränderung sollte ganzheitlich und ebenenübergreifend ins Unternehmen eingebracht werden – und dies gelingt nur, wenn sie von ganz oben implementiert wird.
Changeprozesse, “veränderte Rollen für Führungskräfte aber auch Mitarbeiter”, ziehen in der Branche noch zu häufig “großen Respekt” nach sich, vor dem dann häufig eingeschüchtert verharrt wird. Ein Verharren, dass auch der Mär von den “Mammutbudgets” geschuldet ist, die angeblich eingesetzt werden müssen, um Erfolge erzielen zu können. Eine Mär, mit der der “Smart Process Manufacturing Kongress 2020” Ende Oktober endlich aufräumen möchte, um so auch endlich die KMUs stärker in den digitalen Strukturwandel miteinzubeziehen.

Quelle: www.process.vogel.de/warum-digitalisierung-keine-geheimwissenschaft-ist